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Kundenfokus in der Ersatz­teillogistik stärken

LAE und targenio bieten abgestimmtes Angebot zum Exception Management für die Ersatzteillogistik

Digitales Exception Management bietet erhebliches Potential in der Ersatzteillogistik 

  • Die Ersatzteillogistik ist gekennzeichnet durch Lieferungen mit hoher Frequenz, kleinen Stückzahlen und hohen Service Leveln. Dabei bestellen Werkstätten bei Bedarf „ad hoc“, die hohe Eilbedürftigkeit löst häufig Direktbelieferungen von Herstellern zu Händlern bzw. Werkstätten aus. 
  • Durch den Trend von „same day delivery / same day service“ werden die Zeitfenster immer kleiner, mit den zunehmenden Varianten und kürzeren Lebenszyklen der Modelle nimmt die Komplexität in der Ersatzteillogistik weiter zu. Dies erhöht die Störanfälligkeit der Ersatzteillogistik. 
  • Die außerplanmäßig hohe Nachfrage nach einzelnen Teilen, kundenspezifische Teile oder Störungen verursachen Exceptions in den hoch automatisierten Supply Chains. 
  • Bei Abweichungen von Standardprozessen in der Ersatzteillogistik – den Exceptions – ist die Einhaltung von Serviceversprechen gegenüber den Kunden Voraussetzung für Kundenbindung und Umsatzsicherung, insbesondere in nachfrageschwachen Zeiten. 
  • Exceptions sind für die betroffenen Kunden und den Hersteller gleichermaßen anspruchsvoll und verursachen oft Zusatzkosten. Je nach Geschäftsmodell liegt der Anteil der von Exceptions betroffenen Ersatzteillogistik-Aufträge zwischen 2 und 20% (!). 
  • Exception Management: Die professionelle Behebung von aufgetretenen Störungen – die so genannte extra Meile – sorgt für eine Aufrechterhaltung der Kundenorientierung in der Ersatzteillogistik. 

Mit dem digitalen Exception Management werden in der Ersatzteillogistik wesentliche unternehmerische Ziele erreicht: 

  • Kostensenkung beim Auftreten von Exceptions
  • Die Mitarbeiter werden bei der Bearbeitung von Exceptions entlastet
  • Generell Effizienzsteigerung in der Ersatzteillogistik
  • Zu Ursachen, Maßnahmen, Terminen und Kosten besteht vollständige Transparenz (Compliance)
  • Die Flexibilität und Resilienz in der Supply Chain wird erhöht
  • Die Kundenbeziehung wird gestärkt und die Kundenbindung aufrechterhalten

Damit diese Ziele schnell und mit möglichst geringem Einsatz von Mitarbeiterkapazität und Investitionsvolumen erreicht werden, bieten die Logistics Advisory Experts zusammen mit der targenio GmbH eine passgenaue Lösung für das Exception Management in der Ersatzteillogistik an. Dabei werden Beratung und Software-Einsatz für das Exception Management geeignet miteinander kombiniert. 

  • Beratung und Projektunterstützung
  • Check der bestehenden Prozesse bei Exceptions
  • Ermittlung der Verbesserungspotentiale des praktizierten Exception Managements
  • Entwurf eines Soll-Konzepts für digital unterstütztes Exception Management
  • Umsetzungsplan für digital unterstütztes Exception Management
  • Tool Software as a Service zum Exception Management für nahtlose Zusammenarbeit von Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten (Kooperation)
  • Automatisierung bei der Anlage und Bearbeitung von Exceptions mit Einbindung der Teile-, Auftrags- und Kunden-Daten
  • Kostengünstige Anpassung durch Anwendung moderner LowCode und Cloud-Technologie

Exceptions sind Chancen zur Kundenbindung und Umsatzsicherung. Der Investitionsbedarf für die Umsetzung einer Lösung ist gering, da die bestehenden Daten und Systeme eingebunden werden. Die Digitalisierung von Ersatzteillogistikprozessen und der Differenzierungsfaktor Kundenservice werden weiter ausgebaut. Die Umsetzung der Lösung erfolgt mit hoher Geschwindigkeit und Sicherheit in der Zusammenarbeit mit sehr erfahrenen Partnern. 

Unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Stölzle ist die Logistics Advisory Experts, ein Spin-off der Universität St. Gallen, für ihre Mandanten ein persönlicher Partner für Innovationen und Kompetenz im Logistik- und Supply Chain Management. Die Mandanten schöpfen Mehrwert aus den praxisnahen Innovationen des Instituts für Supply Chain Management der Universität St. Gallen. Dabei wird das Logistik- und Supply Chain Management ganzheitlich betrachtet, die Forschungs-Insights der renommierten Universität St. Gallen fließen in die Zusammenarbeit ein. 

Die targenio GmbH ist ein Unternehmen, dessen Mitarbeiter die Leidenschaft für Softwaretechnologie und end-to-end Geschäftsprozesse verbindet. Seit über 10 Jahren werden end-to-end Geschäftsprozesse für weltweit tätige Unternehmen digitalisiert und automatisiert. Insbesondere für die Ersatzteillogistik von Automobilunternehmen sind Lösungen erfolgreich implementiert. Die targenio Software ist für die Automatisierung kollaborativer Geschäftsprozesse entwickelt und bei namhaften Unternehmen weltweit im Praxiseinsatz, 

targenio ab sofort mit eigenständiger Unternehmung im Markt

Pünktlich zum Start in das neue Jahr 2020 hat die targenio GmbH ihren Geschäftsbetrieb aufgenommen. Damit wird das bisherige Geschäftsfeld targenio von Rödl & Partner in einer eigenständigen Gesellschaft fortgeführt. Geschäftsführende Gesellschafter der neuen Unternehmung sind Michael Kolbenschlag und Marcus König, beide vorher Mitglied im Vorstand und Leiter des Geschäftsfeld innerhalb der Rödl Consulting AG. Mit Holger Herrmann, Leiter der Softwareentwicklung, bleibt auch der technologische Kopf hinter targenio der neuen Unternehmung erhalten. 

Mit der Ausgründung versprechen sich die Gründer einen neuen Schub für die Weiterentwicklung des Softwareprodukts. „Das Geschäftsfeld hat sich in den letzten Jahren äußerst positiv entwickelt. Die Qualität und Leistungsfähigkeit unseres Produkts wird von unseren Kunden hoch geschätzt und ist inzwischen in vielen internationalen Projekten unter Beweis gestellt.“, erklärt Michael Kolbenschlag, Geschäftsführer der targenio GmbH. Der nächste folgerichtige Schritt sei deshalb gewesen, das Produkt innerhalb einer eigenen Unternehmung und mit einer eigenen Marke noch selbstbewusster am Markt zu positionieren und sich konsequent der Weiterentwicklung des Produkts zu widmen.

Die Ausgründung wurde durch ein interdisziplinäres Team aus Fachleuten für Recht, Steuern, Finanzen und IT von Rödl & Partner sorgfältig geplant und Schritt für Schritt umgesetzt. „Uns war wichtig,“ erklärt Geschäftsführer Marcus König, „dass sowohl für unsere Kunden als auch für Mitarbeiter der Geschäftsbetrieb reibungslos von statten geht. Durch die sorgfältige Vorbereitung des Schrittes konnten wir das gewährleisten. Wir sind erfreut, dass wir von allen Seiten eigentlich nur positiven Zuspruch erhalten haben und spüren viel Energie, die Automatisierung von Geschäftsvorgängen über Abteilungen, Unternehmen, IT-Systeme, Sprachen und Zeitzonen hinweg zukünftig noch konsequenter voranzutreiben.“

Dabei spielt auch Kontinuität eine große Rolle. So bleiben auch unter der neuen Firmierung Ansprechpartner, Anschrift und Rufnummern erhalten. Was sich allerdings schon verändert hat, ist der Internetauftritt. Die neue Website ist erreichbar unter targenio.com. Dort finden Sie auch unseren Blog, auf dem wir regelmäßig über neue Entwicklungen in unserem Geschäft berichten und Sie selbstverständlich auch in Bezug auf unser Produkt targenio immer informiert bleiben.

Grenzen zwischen Logistik und Fertigung überwinden

Als Mitglied des Bundesvereinigung Logistik haben wir am Forum Automobillogistik am 05. und 06.02.2020 in Leipzig teilgenommen.

Das Forum Automobillogistik ist eine Gemeinschaftsveranstaltung des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) e.V. und der Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V. und ist der jährliche Treffpunkt von Logistikern und Supply-Chain-Managern der Hersteller (OEM) und Lieferanten sowie von Automobilexperten aus Logistik-, IT-, Verpackungs-, Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen.

In Fachvorträgen haben Referenten der führenden deutschen OEM und Zulieferunternehmen vorgestellt, mit welchen Fragestellungen sie sich in der Logistik befassen und welche Lösungen gefunden wurden.

Schwerpunkt war die Optimierung der Schnittstelle zwischen Logistik und Fertigung. Während sich die beiden Fachbereiche bisher separat optimiert und automatisiert haben, zwingt die weiterführende Automatisierung der Produktion die Schnittstelle zwischen Logistik und Fertigung übergreifend zu optimieren und neu zu vereinbaren. Wenn beispielsweise Teile für die Fertigung voll automatisiert bereitgestellt werden, kann das finale Entfernen von Verpackungen nicht mehr durch die Logistik erfolgen, sondern muss durch einen Mitarbeiter der Fertigung vorgenommen werden.

Den Schwerpunkt bei der Automatisierung in der Logistik bilden die Fahrerlosen Transportsysteme (FTS), die zunehmend auch bei den Zulieferern mit ihren spezifischen Anforderungen in sehr engen Flächen zum Einsatz kommen. Bei den OEMs werden FTE auch als Träger für die Fahrzeuge selbst eingesetzt und ermöglichen so die Flexibilisierung der Fertigungsstraßen.

Damit ergibt sich die Herausforderung verschiedene FTS für Logistik und Fertigung von unterschiedlichen Herstellern auf einer Fläche zu steuern und dafür die Steuerungssoftware zu integrieren.

Im Rahmen der Abendveranstaltung hat die neue Präsidentin des VDA Frau Hildegard Müller die Entwicklungen und Herausforderungen der Automobilwirtschaft zusammengefasst. Besonderen Stellenwert hat dabei die Reduzierung des CO2 Ausstoß und die Bereitstellung der dazu erforderlichen Antriebstechnologien.

Das Kundencenter im Porsche Werk Leipzig hat für die Abendveranstaltung einen beindruckenden Rahmen geboten.

Zudem wurde das Logistikteam aus dem Porsche Werk Leipzig für ein Innovationsprojekt ausgezeichnet, bei dem durch Optimierung und Automatisierung in der Logistik die Effizienz weiter gesteigert und der CO2 Ausstoß deutlich reduziert werden konnte.

Auch in der Aftersales Logistik schreitet die Digitalisierung voran.
Eindrucksvoll ist die Automatisierung in der weltweiten Mercedes Teilelogistik, wo nicht nur FTE, fahrerlose Gabelstabler und Handschuhscanner erfolgreich im Einsatz sind, sondern auch fahrerlose Mercedes LKW bereits kurz vor dem Praxiseinsatz in der Teilelogistik stehen. Damit bewältigt das umsatz- und margenstarke Aftersalesgeschäft das stetig wachsende Volumen im Tagesgeschäft und bereitet sich gleichzeitig für die Herausfoderungen der Zukunft vor.

Die Aufgabenstellung eine Supply Chain zu gestalten und erfolgreich zu steuern, ist bereits und wird zunehmend anspruchsvoll:

  • steigende Komplexität in der globalen Supply Chain,
  • immer kürzere Produktlebenszyklen,
  • steigende Erwartung der Kunden an Reaktionszeiten,
  • steigende Komplexität der Produkte (z.B. steigender Softwareanteil an der automotiven Wertschöpfung),
  • Zunahme kundenspezifischer Produkte,
  • sinkende Zuverlässigkeit von Forecasts und Planungsgrundlagen (Entscheidungen zur nächsten Produktgeneration sind trotz umfangreiche Daten in Echtzeit unternehmerisch riskant)
  • wirtschaftliche Notwendigkeit knapper Bestände zu führen.

Der Einsatz neuer Technologien bietet einerseits Chancen, die Herausforderungen bei der Gestaltung und Steuerung der Supply Chain zu bewältigen und ist gleichzeitig eine zusätzliche Aufgabenstellung, die mit oft viel zu knappen Ressourcen bewältigt werden muss und Risiken in Form von Fehlinvestitionen birgt.

Wie die Vorträge zeigen, geht die Automatisierung in der Supply Chain in großen Schritten voran; Ansätze für neue datenbasierte Geschäftsmodelle werden noch spärlich behandelt und werden voraussichtlich in den nächsten Veranstaltungen mehr Raum einnehmen.